Österreichisches Wörterbuch

Beuschel , das

Ragout von Kalbsinnereien(Herz,Lunge,Zunge)


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 10.08.2005

Bekanntheit: 91.3513%

Beurteilung: 75 | 7

Kommentar am 03.11.2006
Tuats uns da in Gmunden net des Beuschl vahunzn!

Kommentar am 11.10.2007
Lunge "Beuschel" wird nicht nur für das Gericht sondern auch für die Lunge als Organ verwendet!

Kommentar am 11.10.2007
LUNGE ists wohl auch , wenns da bei manche tschick es beuschl fetzt. "Hochdeutsch" ist das gericht im übrigen Lungenhaschee

Kommentar am 02.08.2015
Ohne Zunge, und schon gar ohne Zwerchfell!, und nicht nur vom Kalb. Das Zwerchfell wird im Bruckfleisch verwendet. Ein Ragout, kein Haschee! Im Unterschied zu Gulasch in Streifen geschnitten. Und Beuschel - das ist schlechthin die Lunge!

Kommentar am 23.02.2016
Stimme "Berberitze" völlig zu! Die besonders zarte Ausprägung dieser Speise findet natürlich unter Verwendung des Kalbsherzen bzw. der -lunge statt! Aber eben nicht immer nur vom Kalb! In Speisekarten wird übrigens gerne auch auf die Quelle und den verwendeten Rahm verwiesen: "Kalbsrahmbeusche(r)l"

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Beuschel






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.