Österreichisches Wörterbuch

dasig

hier befindlich, da (seiend)


Art des Eintrag: Adjektiv

Erstellt am: 23.01.2009

Bekanntheit: 60%

Beurteilung: 4 | 0

Kommentar am 24.01.2009
Siehe: dasig (österr. schweiz.) - hiesig, da, hier befindlich
Wahrig Deutsches Wörterbuch. (1997)

Kommentar am 13.01.2010
Gehört unbedingt auch in´s Buch, quasi als Kontrapunkt zu "dasig (1+2)"!

Kommentar am 20.07.2012
Anderswo veraltet, s. Grimm'sches Wörterbuch: DASIG, adj. ejus loci, regionis. ein dasiger bürger, dasige leute, der dasige wein, das dasige bier Frisch 1, 179. Steinbach 1, 237. in einer privatschule der dasigen gegend Lessing 4, 156. meine dasige krankheit...
[http://tinyurl.com/6nlwlxq] Und zur Duden-Behauptung "österreichisch mundartlich" aus Tirol ziemlich "gehoben", allerdings auch nicht ganz taufrisch:

1859-05-02 Das Strafhaus in Innsbruck wird geräumt, Gefangene kommen nach Garsten, in das dasige Gefangenenhaus kommen weibliche Häftlinge aus Venedig
Tirolensien.at:https://tinyurl.com/y7sfrxk6


Kommentar am 25.07.2012
Kummt da Dodl mit sein Odl aus da Gruam owa glei drauf is da Bledsinn wieda gstuam!

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dasig






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.