Österreichisches Wörterbuch

klauben

pflücken, sammeln


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 12.08.2005

Bekanntheit: 87%

Beurteilung: 73 | 5

Beispiel am 08.08.2015
Meine Oma ging vor 35 Jahren "Obst klaub'n": Im großen Mostobstgarten (Äpfel, Birnen) des ortsansässigen Bäckers und Großgrundbesitzers das in die Wiese gefallene, verwertbare Obst aufsammeln und in kniehohe Drahtkörbe schmeißen.

Kommentar am 08.08.2015
ich geh' Äpfel brocken, Beeren und Blumen pflücken und Schwammerln klauben...

Kommentar am 09.08.2015
Du! dingle: Mia dan ned Schwammaln klauben, sondern BROCKEN!

Kommentar am 13.08.2015
das Klauberle: in Kärnten das (kleine) Gefäß, in das man etwas klaubt War es voll, schüttete man den Inhalt in ein größeres Gefäß, meist eine Milchkandl.

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klauben






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.