Österreichisches Wörterbuch

verzupfen (sich)

verschwinden


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 21.08.2005

Bekanntheit: 78%

Beurteilung: 47 | 1

Kommentar am 12.03.2014
Nicht nur für Personen! Gerade im Wetterbericht gehört:
"... und die paar Wolken werden sich auch bald verzupfen ..." _________________________________________________________________________________ @JoDo, in Deutsch hieße das:
"... und die paar Wolken werden sich auch bald verziehen ..." Ich frage mich nur, wie es möglich ist, dass ich in Deinen (also JoDos) Kommentar etwas rein schreiben kann? LG Compy

Kommentar am 23.08.2014
Du - Compy: So ehrlichen "Reinschreibern" wie Dir kann ich wirklich nicht böse sein ... da gibt's (leider) andere.

Kommentar am 24.08.2014
Wie schrieb ich bereits im Forum dazu: Gut zu wissen, Russi Leisita 14.08.2014 Es wurde glücklicherweise nur von Wenigen genutzt und nur in einem Fall gar recht mies indem einer meiner Kommentare durch einen Zusatz verfälscht wurde. [http://s1.directupload.net/images/140814/c7qv2vld.jpg] (in roten Strichen gekennzeichnet) Zusatz: von Wenigen möchte ich ändern in: Nachweislich von Einem ! "Herr" at unser Unschuldslamperl oder werden da mal wieder die Augen "zugedrückt" ?

Kommentar am 08.03.2016
"sich verziehen" ist besser (siehe JoDo), verschwinden hat doch auch eine ernste Bedeutung!

Kommentar am 09.03.2016
Dies kann - als Abschwächung einer Grobheit oder aber gutmütig (dann mit Lachen) - auch als Imperativ angewandt werden: "Geh, 'zupf Di!" (im Sinne: "Geh, schleich Di!")

Kommentar am 02.06.2016
Das reflexive Verb "sich verzupfen" für gmd. "sich davonmachen, abhauen, verschwinden" ist österreichisches Standarddeutsch. Standard in at auch: sich schleichen Ugs. in de: sich trollen Standard in ch und de: sich verdrücken, verduften (Duden)

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verzupfen (sich)






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.