Österreichisches Wörterbuch

Wamperte , die

übergewichtige Frau


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 22.08.2005

Bekanntheit: 79%

Beurteilung: 55 | 2

Kommentar am 07.05.2007
Generelles Statement:
Wampm = Bauch, daher wampert = einen beträchtlichen Bauch besitzend
blad ("gebläht") = dick, adipös

Kommentar am 08.05.2007
Gentleman's Statement Ein Gentleman würde zu einer Bladen nie "Wampate" sagen, sondern immer nur "Blade", schlimmstenfalls "blade Sau". Ein Nicht-Gentleman wäre eventuell weniger korrekt.

Kommentar am 08.05.2010
Kenne es, wie auch das männliche Gegenstück und das zugehörige Adjektiv nur als gwampert!

Kommentar am 05.11.2015
Der Wamperte ist auch bekannt, das sind die Männern mit einer Wampen = Bierbauch. Physiologisch ist wiederum interessant, dass es kaum normalgewichtige Frauen mit Bauch (Wampen) gibt, außer in der Schwangeschaft. Während bei sonst normalgewichtigen Männern der Bierbauch am Äquator dem Mount Everest Konkurrenz macht.

Kommentar am 05.11.2015
Der/die Wamperte waere wohl gerechter (oder gibt's einen Extraeintrag fuer 'den Wamperten')?

Kommentar am 05.11.2015
Zu Frauen hat man in Wien niemals "Wamperte" gesagt; erstens weil Frauen kaum je eine Wampe herumtragen, und sich das Phänomen auf Männer beschränkt. Frauen waren "blad" oder "vollschlank". Daher von mir -2-

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Wamperte






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.