Österreichisches Wörterbuch

in die Schule gehen

zur Schule gehen


Art des Eintrag: Wendung

Erstellt am: 08.12.2009

Bekanntheit: 76%

Beurteilung: 31 | 2

Kommentar am 08.12.2009
wir in Ö... gehen auch hinein (grins)

Kommentar am 08.12.2009
Mir ist die entsprechende Phrase geläufig:
"Wie hat Alfred Dorfer mal gesagt? Die Deutschen gehen zur Schule, die Österreicher auch rein. "
[http://oe1.orf.at/highlights/121996.html]

Kommentar am 08.12.2009
Der obergescheite ORF.. weiß es besser: regelmäßig werden wir mit "zur Schule" beglückt, womit suggeriert wird, dass Österreichisch falsch ist.

Kommentar am 09.12.2009
Kann ich leider nicht zustimmen... Wir sind auf dem Schulweg zur Schule gegangen und
als wir ankamen in die Schule.
zur Schule gehen - auf den Weg bezogen
in die Schule gehen - auf das Gebäude bezogen>br> Denke, in D und Ö gleich.
Enthalte mich vorerst der Bewertung.

Feee

Kommentar am 10.12.2009
pestfeee scheint hier etwas zu verwechseln: einerseits die örtliche Bewegung, die im Kommentar ja richtig angegeben wird, andererseits die Ausübung des Schulbesuches. Auf die Frage nach der Berufstätigkeit wird ein österreichischer Schüler mit "ich gehe noch in die Schule", ein deutscher hingegen mit "ich gehe noch zur Schule" antworten...

Kommentar am 10.12.2009
Beispiel: A: Wie alt bist du denn?
B: Sieben
A: Ja, dann gehts du ja schon in die Schule!
B: Ja, in die erste Klasse.

Kommentar am 11.12.2009
Eine Frage an JoDo (abseits von den Kommentaren): Wie erstellt man Zeilenumbrüche bzw. Absätze und wie den Fettdruck? Kann man irgendwie auf Hörbeispiele oder Bilder verweisen? Gibt es irgendwo eine Zusammenstellung, wie man Texte optisch aufbereiten kann?

Kommentar am 11.12.2009
Antwort ist schon vorhanden (abseits von den Kommentaren) siehe direkt oberhalb deiner
"netten, richtungsweisenden" Stellungnahme gegenüber
mir beim Wort abgeschämt....
albertusmagnus am 2009-12-04 17:52:07

Feee

zu
albertusmagnus am 2009-12-10 06:50:58

Ich behalte mir das Recht vor, eine eigene Meinung zu haben,
es mit einer Verwechslung gleichzusetzen ist nicht dienlich.
Eine vorerst enthaltende Bewertung lässt mir nach guten Argumenten
jede Variante offen.


Kommentar am 11.12.2009
Antwort (abseits von den Kommentaren) [http://ostarrichi.org/forum/viewtopic.php?f=26&t=697]

Kommentar am 11.12.2009
Ich danke JoDo, konnte den Text von "I BIN A WEH" nunmehr in ein lesbares Format bringen.

Kommentar am 07.05.2016
in die Schule gehen = gmd. für "das Schulhaus betreten" zur Schule gehen = gmd. für "die Schule besuchen" Diese Begriffe müssten aslo gelöscht werden.

Kommentar am 08.05.2016
Ergänzung: in die Schule gehen = gmd. für "das Schulhaus betreten" - ö.: "die Schule besuchen" zur Schule gehen = gmd. für "am Schulweg sein" - bundesd.: "die Schule besuchen"

Kommentar am 18.07.2016
Duden hat beide Formen!

Kommentar am 18.07.2016
regional gibt es sicher Unterschiede, auch in Deutschland. In meiner sächsischen Heimat kenne ich das so: a) auf dem Weg zur Schule sein: "ich gehe in die Schule" oder "ich gehe zur Schule" - beides ist möglich und gilt auch für höhere Schulen, "ich gehe ins Gymnasium" oder "... zum Gymnasium" bzw. "... in die Uni" oder "... zur Uni" b) Schüler sein in einer bestimmten Schule: "ich gehe in die XY-Schule"; aber bei höheren Schulen: "ich gehe aufs XY-Gymnasium" bzw. "... auf die XY-Universität" c) Schüler sein allgemein: "ich gehe zur Schule"; bei höheren Schulen: "ich gehe aufs Gymnasium" bzw. "... die Uni" Hier ein sicher noch einigen aus den 1960'ern bekanntes Beispiel aus Manuelas Song: "Ich geh' noch zur Schule, ich hab' keine Zeit. Ich muss noch viel lernen, darum tut es mir leid, so leid. Ich geh' noch zur Schule, doch wenn das Schicksal es will, ja, dann komm' ich durch die Prüfung im nächsten April."

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in die Schule gehen






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.