Österreichisches Wörterbuch

pfiatn

sich verabschieden


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 28.08.2005

Bekanntheit: 66%

Beurteilung: 62 | 3

Kommentar am 03.12.2015
Kenne ich in dieser Form nicht! "Pfiat Di!" (eigentlich "Pfiat Di God" verkürzt) kommt ja bekanntlich von "Behüte Dich Gott!" - in welchem Sinne "Pfiatn" angewandt wird, weiß ich nicht!

Kommentar am 03.12.2015
In Wien absolut unüblich, ob das Wort hier allgemein verstanden wird, ist unwahrscheinlich. Auf dem Lande kennt man und verwendet das Wort regional.

Kommentar am 03.12.2015
Sehe ich anders! Pfiatn für "sich verabschieden" kenne ich als gängig in Wien und Umgebung ...

Kommentar am 03.12.2015
Sage selber zwar gerne "Pfiati" oder "Pfiat Euch", kenne das als Verb aber weder aktiv noch passiv! (aus Wien)

Kommentar am 03.12.2015
Pfiatn kennt bei uns niemand. Also ein Unsinn. Man sagt Pfiati oder auch Pfiati God., als Verabschiedung. Oder auch als Tätigkeitswort "Pfiat God" nehmen.

Kommentar am 03.12.2015
pfiatn wird hier als Verb verwendet. Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Eltern uns Kinder aufforderten, dass wir uns -- pfiatn -- gehen sollen. Z.B. wenn wir auf Besuch bei meiner Tante waren.

Kommentar am 04.12.2015
Im westl. Noe. bekannt und gebraucht. "mia meassn uns nu pfiatn".

Kommentar am 26.12.2015
Kommt von "behüten", bessere Schreibung daher "pfüaten"; das Grundwort ist gemeinbairisch, aber nicht überall üblich. Allgemein ist nur "behüte dich (Gott)", das dann mundartlich als "pfüati(got)" oder "pfiati(got)", auch "pfiatgot", erscheint und viel besser klingt als "tschüss".

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pfiatn






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.