Österreichisches Wörterbuch

dasti

kleinlaut


Kategorie: Gemütszustände, Befindlichkeiten

Erstellt am: 21.06.2012

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 0

Kommentar am 20.07.2012
= dasig Das ist vermutlich eine Variante davon:
dasig - matt, niedergedrückt, niedergeschlagen, abgekämpft ( dasig),
dasig - benommen (kurz nach dem Aufstehen) ( dasig).

Beim ersten Wort hat jemand aus Melk kommentiert:
Ich kenne es nur als dastig

Im Wörterbuch von Höfer steht unter tasig: Einige sprechen es tastig aus.
([http://books.google.at/books?id=sOYIAAAAQAAJ&hl=de&pg=PT701#v=onepage&q=tasig&f=false)]

Im Waldviertlerisch-Wörterbuch von Hubert Bruckner gibt es nur
dasti - müde, (körperlich) ausgelaugt

Im niederösterreichischen Mundartlexikon "Highuacht und aufgschriebm" gibt es beides:
dasi(g) - still, ohne Energie, kleinlaut, traurig;
dasti (sei) - still, zurückhaltend sein


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dasti






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.