Österreichisches Wörterbuch

Tschinagler , der

fleißiger Arbeiter


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 05.10.2005

Bekanntheit: 35%

Beurteilung: 24 | 4

Kommentar am 25.08.2011
das schriftbild... finde ich sehr eigenartig, da dieses wort im mühlviertel zumindest [tschinei-la] ausgesprochen wird. eine liebe freundin (ungarische muttersprachlerin), die auch den newsletter abonniert hat, hat mich drauf hingewiesen, daß dieses wort möglicherweise vom ungarischen "csinálja" [sprich: tschinalja - in westungarischer aussprache] kommt, was so viel heißt wie: "er macht es". das klingt sehr einleuchtend. tschusch kommt ja auch von čuješ? (hörst du?)

Kommentar am 17.12.2015
Jiddische Herkunft wäre auch eine Möglichkeit. Ich finde zwar eine derartige Anmerkung in meinen Unterlagen aber leider dzt. kein geeignetes Nachschlagwerk. Das Wörterbuch der Wiener Mundart von Hornung gibt eine typisch an den Haaren herbeigezogene Erklärung (Schienen + nageln), die total unglaubwürdig ist.

Kommentar am 28.03.2016
einer der fleissig arbeitet

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Tschinagler






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.