Österreichisches Wörterbuch

Mundl , der

Wiener


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 07.12.2005

Bekanntheit: 33%

Beurteilung: 28 | 9

Kommentar am 07.12.2005
Kommt aus der Serie ...wegen des Hauptdarstellers Edmund "Mundl" Sackbauer Wird nur von NICHT-WIENERN für WIENER verwendet

Kommentar am 26.08.2006
Mundl war die Hauptfigur in: Ein echter Wiener geht nicht unter. Natürlich werden ähnliche Wiener Typen als Mundel bezeichnet, aber ich kenne niemanden der generell die Wiener als Mundl bezeichnet.

Kommentar am 04.01.2008
Der Mundl ist in erster Linie ein Prolet aus der untersten Schublade, erst in zweiter ein Wiener. Der Eintrag suggeriert, dass alle Wiener Proleten wären - auch wenn viele so denken, muss ich dem heftig widersprechen - nicht alle!
Die literarische Qualität der namengebenden Serie steht auf einem ganz anderen Blatt. Man darf halt nicht einen (sicherlich treffend beobachteten) Teil der Wirklichkeit für das Ganze nehmen.

Kommentar am 28.02.2016
das ist mir neu.

Kommentar am 28.02.2016
Als Ur-Wienerin mit Ur-Wiener Wurzeln und mit proletarischem Großelternhaus protestiere ich gegen die Verallgemeinerung, die hier betrieben wird. Ich persönlich habe um solche Menschen immer einen Bogen gemacht, und hatte auch kein Vergnügen beim Sehen der Serie. Beim Mundl und seinen Leuten handelt es sich bestenfalls um menschliche Rohdiamanten.

Kommentar am 28.02.2016
Nein, das ist eine Vereinnahmung! Der Mundl ist eine Wiener Figur, aber schon eine ganz spezielle. Also vielleicht: immer grantiger, leicht gewalttätiger, immer leicht besoffener Wiener. Und natürlich mit Wiener "Herz" und Schmäh. Aber ich wette: die wenigsten Wiener würden "Mundl" sagen, wenn man sie fragt, wer sie sind. Außerdem: solche "Mundls" gibt es überall.

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Mundl






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.