Österreichisches Wörterbuch

als ein (+ Adjektiv im 1.Fall)

im ... Zustand


Erstellt am: 08.12.2005

Bekanntheit: 36%

Beurteilung: 5 | 0

Kommentar am 08.12.2005
Anwendung Z.B. als a fetter : im betrunkenen zustand; als a verheiratete; als ich noch verheiratet war.

Kommentar am 06.06.2010
Ambros / Prokopetz Nimm doch die Eibischzuckerl
immer mit an klanen Schluckerl Wossa!
Weu´s jo doch vü bessa rutscht
wann ma´s lutscht, immer ois a nossa.
Weu´s da ned die Zänd vapickt,
und da ned im Mog´n liegt,
und weu sa si so schickt.

Kommentar am 07.06.2010
Kritik an ´Wien 12., Meidling´ ´Als a Neicha´
ist hier im wörtlichen Sinn gebraucht (Als Neuer).
Das ist hier nicht gemeint.
Ein mögliches Beipiel wäre:
´Oisa neicha (im neuen Zustand) håd ma mei Auto jå gfoin, åwa nåch a boa dausnd Kilomeda schauds åndas aus ... ´

Kommentar am 26.02.2018
Wer kann mir das oberösterr. Scherzrätsel aus dem 19. Jh. erklären:

Räthsel [...] Wie kommt der Floh über die Donau? Alsá brauná.
22. Bericht über das Museum Francisco-Carolinum, Jahrbuch des OÖ Musealvereines (1862):https://tinyurl.com/y82qs878
Anm.: Im 19. Jh. stand bei der Dialekt-Wiedergabe der Buchstabe a fürs dumpfe [å], hingegen gebrauchte man für unser normales [a] das Zeichen á! Heute würde man die Lösung also "ålsa brauna" schreiben. Doch zur Antwort auf die Scherzfrage: Mir will und will nicht einfallen, wo der Grund für das Lächeln liegen könnt, das wohl bei der Lösung ålsa brauna erwartet wird. Braun ist der Floh ja, das wussten damals auch noch weit mehr Leut als heut: "Flohfarben" hieß der dunkelbraune Farbton einst und eine andere Scherzfrage galt der Herkunft des Flohs. "Braunschweig" war da die Lösung, denn der Floh sei braun und redet nicht - er schweigt.

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als ein (+ Adjektiv im 1.Fall)






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.