Österreichisches Wörterbuch

Kittel , der

(Arbeits)mantel


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Kleidung

Erstellt am: 31.12.2005

Bekanntheit: 72%

Beurteilung: 65 | 12

Kommentar am 24.08.2013
"Kittel" ist allgemeindeutsch, wie es auch in einigen Beurteilungen zu lesen ist.
Meist handelt es sich um Arbeitskittel, Arztkittel u.a.. Kittelschürzen gehören auch dazu.
Unter Kittel stellt man sich eher etwas leichteres als den Arbeits(Mantel) vor.

Kommentar am 24.08.2013
Weg damit! - Österreichisch ist nur der Eintrag in der anderen Bedeutung als Damenrock. s. Kittel
Das sagt auch Duden zum "Kittel":
1.mantelartiges Kleidungsstück aus leichtem Stoff, das zum Schutz oder aus hygienischen Gründen während der Arbeit getragen wird
2. weite, hemdartige Bluse, die über Rock oder Hose getragen wird
3. (süddeutsch) Jackett
4. (österreichisch veraltend) Damenrock

Dass der Kittel wie eingetragen gemeindeutsch ist, hab ich ja bereits vor Jahren bek-R-ittelt.

Kommentar am 08.04.2016
Aus dem Österreichischen kenne ich "Kittel" als abwertende Bezeichnung für das, was die Deutschen gemeinhin als "Fähnchen" bezeichnen: ein billiges Kleid.

Kommentar am 08.04.2016
Kittel = weiter, gezogener Damenrock; Begriff auf dem Land vermutlich noch in Gebrauch

Kommentar am 21.05.2016
Das Nomen "Kittel" (m) für gmd. "Damenrock" (m) ist österreichisches Standarddeutsch. "Kittel" für gmd. "Arbeitsmantel" (m) oder für eine über dem Rock getragene Bluse ist Standard in at und de. "Kittel" für "Jackett" (n) ist Standard in ch. (Duden)

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Kittel






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.