Österreichisches Wörterbuch

Dotter

Eigelb


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 15.01.2004

Bekanntheit: 60%

Beurteilung: 4 | 1

Kommentar am 09.01.2012
der oder das Dotter - keineswegs nur österr., wenn auch nicht in allen dt.-spr. Regionen gebräuchlich (s. "Sumpfdotterblume", Caltha palustris, die am häufigsten Dotterblume, landschaftlich aber auch Butter-, Schmalz- und Eierblume, Wiesengold, Goldrose und in CH Bachbombele heißt).
Mittelhochdeutsch 'toter', ahd. 'totoro'; Bedeutung vllt. "Zitterer"
s.a.Einträge
"der Dotter" (2003) der Dotter,
"Eidotter (2005) Eidotter

Antwort am 01.04.2016
Es mag sein, dass das Wort Dotter (z. B.-Blume) in Deutschland auch verwendet wird, meiner Erfahrung nach, würde es jedoch keiner mit der Bedeutung Eigelb in Verbindung bringen.

Kommentar am 15.06.2016
Das Nomen "Dotter" ist nach Duden m und n gmd. Standard nach VWB: der Dotter (at), das Eigelb (ch, de)

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Dotter






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.