Österreichisches Wörterbuch

Zuz , der

Schnuller


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 27.11.2017

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 2 | 3

Kommentar am 27.11.2017

Was nicht alles unternommen wird, um die kleinen Lieblinge vom "Zutz" (Schnuller ) zu entwöhnen. [...] Kinder aus ihrem Bekanntenkreis brachten Pauline die Schnuller. Sie versprach allen ein kleines Geschenk, wenn sie sich auf Dauer von ihrem "Zutz" trennen. Die Kleinen waren einverstanden
Mein Bezirk Völkermarkt:https://tinyurl.com/ya9tyzs8
Mei Englischlehrer hat immer gesagt, we are the Most-people. Scho de Babys waren Most-people, ham an Zutz kriegt. Weiß i gar net, ob Zutzvon zutzeln kommt oder zutzeln von Zutz. Zzzzz. Da hat ma an Fetzen oder a Windl in Most einetaucht und dann dem Gschratz in Mund gsteckt, damits besser schlaft. Manchmal hams den Zutz auch in Schnaps eintunkt – grad bei de Jüngsten, damits später an Deppen für d’ Arbeit haben.
Franzobel, „Bad Hall Blues. Eine Oberösterreicherelegie” (2014):https://tinyurl.com/ybaoynr7
Der Große hatte den Schnuller unter Tags bis ca. 3 Jahre, in der Nacht bis ca. 3,5 Jahre. [...] Er hat verstanden, dass die Zähne wichtig sind und gesund bleiben müssen und eben der Zutz da nicht mehr so gut ist.
parents.at:http://www.parents.at/forum/archive/index.php/t-484096.html
vgl. Zuzel .

Kommentar am 03.12.2017
Zutz: In Oberbayern werden die Weißwürste gezutzelt

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Zuz






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.