Österreichisches Wörterbuch

Schädelweh , das

Kopfschmerzen


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 20.08.2004

Bekanntheit: 89%

Beurteilung: 84 | 1

Kommentar am 19.01.2014
Aus Urfahr-Umgebung: "Schädlweh, wer sagt denn Schädelweh?" Z.B. Hubert von Goisern in "Fön":
"åll's wås d' wüllst, des geht
wånns d' nur woaßt, wås d' wüllst
drah d' um und geh
bevor's di z'lang spülst

åber des seg i eh oft a selber nit ein
und dånn kriag i a schädlweh
und weil's sowieso ållweil gånz ånders kimmt
wie mi' ziehmt
krieg i oft schädlweh

jessasmarantjosef -
wås is 'n heut ge wieder für a tåg
håt si' går nit auszahlt, dass i aufg'stånden bin

überall is 's schen
g'råd nit da bei mir
gånz wurscht wo i bi
d' sun scheint nie für mi'
(ållweil nur für die åndern)
und wånn's amål scheint
weil's amål kurz ausputzt - wånn da fön geht
dånn krieg i glei wieder schädlweh"

Und weil es - auch wenn es weh tut - so schön klingt, heißt es bei mir und manchen meiner Kumpels auch so.

Kommentar am 23.05.2016
Das Nomen "Schädelweh" (n) ist österreich. Standarddeutsch. Gemeindeutsch: die Kopfschmerzen (pl) Standard in ch: das Kopfweh

Kommentar am 10.08.2017
Schon aus phonetischen Gründen bevorzugt man auch in Bayern eindeutig ´s "Schädelwäh".

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Schädelweh






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.