Österreichisches Wörterbuch

taugen

gefallen


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 23.04.2006

Bekanntheit: 93%

Beurteilung: 82 | 2

Kommentar am 05.01.2007
Taugen bedeutet auch, das etwas was wert oder zu etwas gut ist.

Kommentar am 21.10.2009
Mittelhochdeutsch Kommt schon in einem Gedicht Walthers von der Vogelweide vor.

Kommentar am 21.10.2009
@kwai11 Und wenn etwas nichts wert ist oder zu nichts gut, dann taugt es nichts. Aber das sagt man auch in D, ebenso, wie man auch vom Taugenichts spricht.

Kommentar am 03.07.2012
Frage: Ist die Formulierung: "Dees daukt ma!" < "Das taugt (behagt, gefällt) mir!" genauso in D gebräuchlich?

Kommentar am 03.07.2012
@JoDo "Das taugt etwas" oder "das taugt nichts." - so oder ähnlich ist's in D üblich.
"Das taugt mir" scheint nur in Österreich, bestenfalls noch in Bayern, gebräuchlich zu sein.
Jedoch die negative Aussage "das taugt mir nichts" ist hin und wieder in D zu hören.

Kommentar am 25.02.2013
Entgegen der Behauptung vom 23.2.13 kenne ich das (im Großraum Wien) seit langem, in beiden erwähnten Bedeutungen.

Kommentar am 09.07.2019
Das Verb "taugen" im Sinn von gmd. "gefallen" ist nationales österreichisches Standarddeutsch. In der Bedeutung von "eignen" ist es gmd.

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taugen






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.