Österreichisches Wörterbuch

Einschicht

Öde, Einsamkeit


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 29.05.2006

Bekanntheit: 75%

Beurteilung: 57 | 3

Kommentar am 19.07.2007
Ein älterer Eintrag, die Übersetzung könnte den seither strenger gewordenen Vorstellungen angepasst werden.

Kommentar am 20.07.2007
Ah du meinst: Einschicht - abgelegener Ort weit draußen in der Natur. Kommentar: Beispiel: in der Einschicht wohnen. Jetzt kapier' ich. Meli hat es übersetzt: wo Fuchs und Hase einander Gute Nacht sagen.

Kommentar am 21.07.2007
Oaschicht fände ich besser als Aussprache, es sagt doch nicht wirklich wer Oar..., oder doch?

Beispiel am 02.09.2007
Beispiel: Ein Einschichthof mitten im Hügelland, hinter dem sich die Hänge heben, als gelte es, das wuchtige Geviert vor allerlei auswärtiger Unbill zu schützen. [Die Presse, 27.4.2007]

Beispiel am 02.08.2014
"In der Einschicht. Das Leben eines Kärntner Bergbauernbuben". von Michael Unterlercher, Heyn-Verlag KLagenfurt «Ein typischer Hof, der trotz Kontrolle und Verfolgung immer evangelisch geblieben ist, ist der heute aufgelassene Pließnighof oberhalb von Wiedweg. Dort lebte der Oberlehrer Michael Unterlercher (1858 bis 1934), der in seinem Buch "In der Einschicht" auch Schilderungen und Erzählungen von seinem Leben als evangelisches Bergbauernkind verewigte.» (Kl. Zeitung, Bez. Feldkirchen 29.10.2011) [http://www.verlagheyn.at/buch/detail/in_der_einschicht/]

Kommentar am 31.01.2017
"Einsamkeit" als Uebersetzung fuer "Einschicht" ist m.E. ziemlich irrefuehrend. Wer in Einsamkeit lebt, muss das noch lange nicht in der Einschicht tun. Die Einschicht ist -- wie schon in anderen Kommentaren bemerkt -- ein weit abgelegener einsamer Ort.

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Einschicht






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.