Österreichisches Wörterbuch

Kinettn , die

Baugrube


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 12.10.2004

Bekanntheit: 59%

Beurteilung: 38 | 9

Kommentar am 20.10.2007
@ Döbling: Ambros ist richtig.

Kommentar am 20.10.2007
Bezüglich Beurteilungskommentar Wr. Neustadt (Stadt): Siehe meinen Kommentar zum Doppeleintrag 'Kinettn'. Die dort angegebenen Übersetzungen sollten hierher nachgezogen werden.

Kommentar am 01.02.2012
"Künette" ist es im Standard, aber auch "Kinette" wird verwendet s. a. die Beurteilung zu " Kinette"
2009-08-17 08:13:50(Villach(Stadt)): Qualität= -1: Bekanntheit= 100%


Beispiel am 14.08.2014
Da ist der Wolfgang Ambros Die Kinettn, wo i schlof: [youtube:Nu-9Inv-Gj4::Video::] Wann in da Fruah die Nocht Gegnan Tog den kürzern ziagt Und wenn da erste Sonnenstrah’ de letzte Dämmerung dawiagt, dann woch i auf in der Kinettn wo i schlof. Die Tschuschn kumman und i muaß mi schleichn, sonst zagns mi an. So kreul i halt ausse und putz ma den Dreck o, so guat i kann. So steh i auf, in der Kinettn wo i schlof. I hob mi scho seit zenn Tog nimmer rasiert und nimmer gwoschn. Und i hob nix als wie a Flaschn Rum in da Mantltoschn. De gib i ma zum Frühstück und dann schnorr i an um a Zigarettn an - und um an Schülling. Und de Leut kommen ma entgegn, wie a Mauer kommens auf mi zua. I bin da anzige der ihr entgegen geht kummt ma vua - Oba i reiß mi zamm und mach beim ersten Schritt de Augn zua. Es is do ganz egal ob i wos arbeit oder net, wei fia de dünne Klostersuppn genügts doch a wann i bet. Laßts mi in Ruah weu heit schüttns mei Kinettn zua. Laßts mi in Ruah.

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Kinettn






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.