Österreichisches Wörterbuch

kliaben

(Holz) spalten


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 03.11.2004

Bekanntheit: 49.4595%

Beurteilung: 40 | 2

Kommentar am 13.01.2013
Vergleiche andere Einträge:
Scheidlkliaba
Holz kliabn
Kloatznkliaba
Scheidln gliam

"a" als "r" missverstanden:
Holzklirber
Klirbhacke

Die Kluppe - Wäscheklammer ( Kluppe) kommt angeblich auch von "klieben".
([http://www.dwds.de/?qu=kluppe&view=1)]

Der Knoblauch war früher einmal ein "Klob-Lauch" ("gespaltener Lauch"?), später ist aus unbekannten Gründen das "Kl" zu einem "Kn" geworden, was ja eigentlich bedeutet, dass die Leute damals auch schon nicht mehr gewusst haben, was das "Klob-" bedeutet. Merkwürdig, dass es anscheinend auch mundartlich nur "Kn-", aber nicht "Kl-", gibt.
([http://www.dwds.de/?qu=knoblauch&view=1)]


Kommentar am 14.01.2013
zum Klob-Lauch, dem in Zehen "gespaltenen Lauch": Das alte "kl-" findet sich noch im engl. garlic clove, der Knoblauchzehe. Aber der Worteintrag ist nur Aussprache und sollte "klieben" geschrieben werden, s. Österr. Wörterbuch!

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kliaben






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.