Österreichisches Wörterbuch

Schafblattern , die

Windpocken


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 03.06.2006

Bekanntheit: 83%

Beurteilung: 54 | 0

Kommentar am 25.08.2007
auch noch Feuchtblattern genannt, eine äußerst infektiöse Kinderkrankheit, die zumindest bei mir mit Fieber und Erbrechen einher ging und (wie alle so genannten Kinderkrankheiten) nicht unterschätzt werden sollte. (Dieser Kommentar wurde von einem Doppeleintrag hierher kopiert -br-)

Kommentar am 11.05.2016
Die Nomen "Schafblattern" und "Feuchtblattern" sind österr. Standarddeutsch. Standard in ch und de: "Windpocken". Standard in ch: "Wilde Blattern" und "Spitze Blattern". Das Nomen "Blattern" in der Bedeutung "Pocken" ist gemeindeutsch, in at und de mit kurzem a, in ch mit langem a. (nach dem Variantenwörterbuch)

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Schafblattern






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.