Österreichisches Wörterbuch

Veigerl , das

Veilchen


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 14.06.2006

Bekanntheit: 66%

Beurteilung: 62 | 2

Kommentar am 19.12.2016
Kenne das Wort nur als Synonym für "blaues Auge" (auch "Veilchen"). Hat jedenfalls nichts mit Botanik zu tun.

Kommentar am 19.12.2016
Hat jedenfalls mit der Botanik zu tun:

Ihre Augerln war'n so blau Als wie die Veigerln in der Au Auf dem wunderlieben Platzerl in der Lobau!
Fritz Löhner-Beda (Text), (1935). Operette.nl:http://www.operette-nederland.nl/sopraan-lucrette-van-doesburg-oosterbaan/drunt_in_der_lobau.htm
oder1844:
Af ámahl da fallts eähná ein, Wegn was denn in Wald gangá seyn, Sö suáchn, und siáxt ás, aus'n Schnee Heb'n d'blau'n Veigerln d'Köpf áf d'Höh,
Anton von Klesheim, „'s Schwarzblatl aus'n Weanawald“ (1844):http://tinyurl.com/z7a5rzz
1901:
Jetzt ist's noch kahl – aber der Frühling kommt bald – in ein paar Tagen ist er schon da. – Maiglöckerln, Veigerln – schad', dass ich nichts mehr davon haben werd' – jeder Schubiak hat was davon, und ich muss sterben!
Arthur Schnitzler, Leutnant Gustl (1901):http://gutenberg.spiegel.de/buch/leutnant-gustl-5342/1


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Veigerl






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.