Österreichisches Wörterbuch

Polster , der, -s, Pölster

Kissen


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 22.11.2004

Bekanntheit: 94%

Beurteilung: 79 | 0

Kommentar am 27.07.2005
Beispiel: Vibrations-Polster soll helfen. (Die Presse 18.12.2003)

Kommentar am 07.09.2015
DER : DAS Auch in Deutschland gibt es Polster (in Österreich Polster und auch Pölster), der wesentliche Unterschied zu Österreich aber ist das Genus: In Deutschland sind es Neutra, in Österreich aber ist der Polster ein Maskulinum - ein Skandal also, wenn im österr. Standard in der Biographie des neuen österr. VW-Chefs Pötsch Birgit Baumann schreibt:

Seit 2009 ist Pötsch auch Finanzchef des Stuttgarter Sportweagenbauers, bei dem er das Schuldenloch in ein zwei Milliarden Euro dickes Finanzpolster verwandelte.
Der Standard,Printausgabe 5./6. Sept. 2015:http://tinyurl.com/nwblxbf
Immerhin ist auch der Finanzpolster in Österreich männlich, wie der ORF dies zeigt:
Dicker Finanzpolster Von Finanznot kann allerdings keine Rede sein. Den Finanzpolster Saudi-Arabiens bezifferte Dschadwa auf 714 Mrd. Dollar.
ORF 8.4.2015:http://orf.at/stories/2272507/
Nicht nur Der Große Duden bestätigt den Unterschied:
Polster das (österr.: der); -s, -, österr. auch Pölster (österr. auch für: Kissen)
Der Große DUDEN, Bd. 1
, auch der einstige DDR-Duden und WAHRIG geben "österr. der" bzw. "m." (für Maskulinum) an.

Kommentar am 25.09.2017
Aus Wien, aber mit sudetendeutscher Mutter (inkl. ihrer Eltern), ist mir das Neutrum geläufiger und wir auch so von mir verwendet. Kenne das Maskulinum natürlich auch.

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Polster






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.