Österreichisches Wörterbuch

Nackerpatzl , das

Nackedei, meistens verwendet für ein nacktes Kind


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 22.11.2004

Bekanntheit: 93%

Beurteilung: 79 | 0

Kommentar am 12.05.2007
In Deutschland sagt man dazu 'Nackedei' und das deckt alle gültigen Übersetzungen ziemlich exakt ab (also auch die paar Fälle, wo das Wort auf Erwachsene angewandt wird).

Kommentar am 12.05.2007
zu Mühlviertlerisch: Dass das ein sehr alter, bodenständiger (möchte fast sagen "erdiger") Dialekt ist, habe ich schon gemerkt, Deshalb würde es mich sehr freuen, wenn viel mehr Wortvorschläge von dort eintrudelten, egal ob ich sie jetzt bestätigen kann oder nicht.

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Nackerpatzl






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.