Österreichisches Wörterbuch

Zwickeltag , der

Tag zwischen Feiertag und Wochenende, wird oft freigenommen, um ein langes Wochenende zu haben


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 25.06.2006

Bekanntheit: 62%

Beurteilung: 7 | 2

Kommentar am 02.11.2006
bei uns: Fenstertag

Kommentar am 16.05.2015

Nein zum Zwickeltag. Es gab Zeiten, da war ein Fenstertag ein Fenstertag, ehe plötzlich der Zwickeltag seine Stelle einnahm. Wie nennt man den Tag zwischen einem Feiertag und einem Wochenende? Fenstertag, ganz klar. Und in ganz Österreich ist man sich darüber einig. Ganz Österreich? Nein, ein unbeugsames Bundesland leistet bis heute erbitterten Widerstand gegen diesen Begriff. Und nicht nur das, still und heimlich unterwandert die oberösterreichische Sprachmafia die heimische Begriffslandschaft mit einer eigenen Wortkreation – dem Zwickeltag. Begonnen hat alles mit einem Welser Möbelhaus – das mit dieser Familie in der Werbung, Sie wissen schon – und einem unseligen Werbespot, in dem mit Rabatten an Zwickeltag. en geworben wurde.
Die Presse Online, 17.05.2009 :http://tinyurl.com/p2whws6


Kommentar am 06.05.2016
off topic: Dieselbe Firma kommt uns doch unentwegt mit ihrem >ROTEN STUHL< ... Das nennt man [b]Hämatochezie[/b] und gehört dringend ärztlich behandelt!

Kommentar am 30.10.2017
Siehe den Forumsbeitrag:[http://www.ostarrichi.org/forum.html?topicid=1070]

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Zwickeltag






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.