Österreichisches Wörterbuch

Eprouvette , die

Reagenzglas; Probierröhrchen


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt, Technische Begriffe

Erstellt am: 03.07.2006

Bekanntheit: 61%

Beurteilung: 39 | 0

Kommentar am 01.09.2007
Dieses in der österreichischen Chemiker-Alltagssprache allgegenwärtige Wort ist in Deutschland tatsächlich selten. Entsprechend wird es bei uns schon lange nicht mehr wie das französische Originalwort 'éprouvette'[e:pru'vεt] ausgesprochen, sondern eher "Epprowette": "a hoiwe Epparowettn foi". Für Neugierige: éprouver = testen, erproben (von lat. probare). Unser Wort 'prüfen' ist damit verwandt, ebenso englisch 'proof' ('Beweis, Nachweis').

Kommentar am 11.04.2008
klassischer Austriazismus Einer der markantesten Austriazismen, die ich kenne. Wie man ausgerechnet dieses Wort zum Löschen vorschlagen kann, ist mir schleierhaft!

Kommentar am 11.04.2008
@Remigius Was Du alles find´st!

Kommentar am 14.06.2008
wia kummt do ana drauf, dòs des zan leschn fuabereitet gwesn sei soi? kaunimanetfuaschtön. hotto drei dàm auffe.

Beispiel am 16.08.2009
Beispiel: Doch sie wollten kein Autogramm, sondern zückten Ausweise und kassierten Urin- und Blutproben. Bei Stecher wurden drei Eprouvetten abgezapft. [Die Presse, 11.02.2006]

Kommentar am 12.07.2011
Zum Kommentar aus Klagenfurt: Es gibt auch eine Österreichische Hochsprache, die hier genauso wie die Dialektausdrücke erfasst werden soll!

Kommentar am 12.07.2011
Ja, dieser Klagenfurter ... ... beurteilt gute (und vor allem richtige)Wörter negativ, nur weil er sie nicht kennt ... Mein Beispiel: Bandlkramer 2011-07-08 12:04:43(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=-1: Bekanntheit=-50% Schreibung falsch ist. / Kenne das Wort nicht. Bitte lieber Klagenfurter: Schau mal erst im Duden oder zumidest im Wikipedia nach, bevor Du negativ bewertest!

Kommentar am 13.07.2011
Heut aber komm ich als der dritte Klagenfurter. Anders als Walther von der Vogelweide schreib ich die Hauptwörter groß.
Vgl. 2011-05-20 06:44:15(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=0: Bekanntheit=0% natürlich kenne ich dieses wort, aber nicht als dialektwort

Nachtrag am 18.12 2013: Inzwischen ist eine der beiden Beurteilungen aus "Klagenfurt" (?) verschwunden. Ich bin also Zweiter geworden.

Kommentar am 13.07.2011
Wie ´klaser´ meine ich: Österreichisch ist NICHT NUR ein Dialekt.
Österreichisch beinhaltet eine HOCHSPRACHE, das österreichische Deutsch,
eine (oder mehrere) Umgangssprachen, die mehr oder weniger mit der Wienerischen Umgangssprache konform gehen,
und eine Vielzahl regionaler Dialekte, deren Fortbestand mit dieser Seite so gut wie möglich gefördert werden soll.

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Eprouvette






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.