Österreichisches Wörterbuch

ein Bankl reissen

sterben


Art des Eintrag: Wendung

Erstellt am: 26.03.2005

Bekanntheit: 67%

Beurteilung: 46 | 2

Kommentar am 25.01.2008
Nur dass ich ... ... statt reissen - das bedeutet ja: mit klarem und kurz zu sprechendem Zwielaut - viel eher räßn sag: mit Wien-spezifisch zu "ä" verquetschtem Zwielaut, der eher lang artikuliert wird (daher "ß" statt "ss", wie in: Maß, Straße, groß, Fuß, ...). =>

Aussprache:
a Bankl/Bangl räßn


Kommentar am 26.01.2008
Interessante Schreibweise, gibt zumindest Ostösterreichisch sehr gut wieder.

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ein Bankl reissen






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.