Österreichisches Wörterbuch

Fluchtachterl , das

letztes Glas Wein vor dem Aufbruch


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 26.08.2006

Bekanntheit: 60%

Beurteilung: 51 | 0

Kommentar am 26.08.2006
fluchtachtl ist schon eingetragen

Kommentar am 15.09.2007
Auch: Kurze Einkehr mit Kollegen in einem Lokal zwischen Aufbruch von der Arbeit und Heimweg. Nicht notwendig zu erwähnen, dass es natürlich eine Vielfalt "Fluchtgetränke" gibt, die allerdings fast durchwegs alkohoisch sind, um so zu heißen. Oder geht wer auf a Fluchthimmbeerwasserl? Dann lieber doch nachher von der nüchternen Kollegin /vom nüchterneren Kollegen heimscheiben lassen (und daheim nur mehr Kaffee!!!) ... safer driving is important too - as much as safer sex

Kommentar am 15.09.2007
A) "Kumm, aaa Fluchtachtal gehd no, du fada Zipf!" - B) "Foahst glei ham, oda gemma net no zum Brandstetter auf a Fluchtachterl".

Kommentar am 04.10.2008
Hier ist auch das Reparaturachterl zu erwähnen Getränk zur Wiederherstellung des Lebenswillens nach einer durchzechten Nacht (Glas Bier, Wein)

Kommentar am 04.10.2008
Bereits eingetragen: Achterl, Fluchtachterl, Pfüat-di-Gott-Achterl, Reiseachterl, Stehachterl.

Noch nicht eingetragen:
Reparaturachterl!

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Fluchtachterl






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.