Österreichisches Wörterbuch

Röster , der

gedünstetes Obst; Mus, Kompott


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 26.08.2006

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 10 | 0

Kommentar am 08.05.2018
Ein Röster ist das Grundwort und eigentlich kein Kompott, denn die Zwetschken (u. ggf. auch andere Früchte) werden tatsächlich "geröstet" und im eigenen Saft gekocht (genauer: gedünstet).

Kommentar am 09.05.2022

Röster ist ein aus gedünsteten Früchten hergestelltes Kompott oder Mus. Eine wunderbare Art Sommerobst auch für den Winter verfügbar bzw. haltbar zu machen. Klassiker sind zum Beispiel Marillenröster, Zwetschkenröster, Hollerröster. Man serviert sie gerne zum Kaiserschmarren, zu Topfenknödeln und anderen Süßspeisen.
Ich koche.at: https://www.ichkoche.at/kuechen-lexikon/r/roester
Im Unterschied zu einem Kompott wird der Röster ohne Zugabe von Flüssigkeit gekocht. Die Früchte bleiben aber wie beim Kompott groß und stückig, was das wesentlichste Unterscheidungsmerkmal zu einer Marmelade wäre.
Ziii kocht was: https://www.ziiikocht.at/2013/09/ein-altmodischer-zwetschkenroster-mit.html
Mit Marmelade in einem österr. Text wie diesem ist natürlich die Konfitüre gemeint.

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Röster






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.