Österreichisches Wörterbuch

Hacklerregelung , die

Schwerarbeiterregelung


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 29.08.2006

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 5 | 0

Kommentar am 07.06.2016
Der Begriff ist eine scherzhafte Bildung, denn "hackeln" und "Hackler" sind saloppe Wörter aus Wiener und ostösterreichischer Umgangssprache. In seriöser Sprachwiedergabe müsste das Wort also stets in Anführungszeichen geschrieben werden (ironische Hervorhebung nach Duden-Rechtschreibregel 8,2) wie z.B. in HELP.gv.at der Stadt Wien:

Langzeitversichertenregelung ("Hacklerregelung") Allgemeine Informationen [...]
Wien.at:https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/279/Seite.2790081.html
oder im DiReSy-Wiki des Bundeskanzleramtes:
Versetzung in den Ruhestand durch Erklärung (inkl. "Hacklerregelung") [...] Vorzeitige Ruhestandsversetzung mit 40 Jahren beitragsgedeckter Gesamtdienstzeit ( § 236b BDG 1979 und § 236d BDG 1979 - "Hacklerregelung") ihre Ruhestandsversetzung nach der „Hacklerregelung“ können bewirken: ...
DiReSy:https://diresy.bka.gv.at/index.php/Versetzung_in_den_Ruhestand_durch_Erkl%C3%A4rung_(inkl._%22Hacklerregelung%22)
Die Schreibung in Anführungszeichen wird allerdings auch im letzteren Text nicht durchgehend eingehalten, so sehr ist das unernste Wort bereits für viele zu einem scheinbaren Fachbegriff geworden.

Kommentar am 05.07.2018
Das Wort "Hacklerregelung" wurde 2003 in Österreich zum Wort des Jahres. Im Jahr 2006 kam das Wort in die 40. Auflage des Österreichischen Wörterbuches und in die 24. Auflage des Duden.

Kommentar am 05.07.2018
Die Hacklerregelung bezieht sich auf Frühpensionierungen infolge langer Versicherungszeiten und für Schwerarbeiter.

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Hacklerregelung






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.