Österreichisches Wörterbuch

Lercherlschas , der

Kleinigkeit


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 30.08.2006

Bekanntheit: 57%

Beurteilung: 46 | 1

Kommentar am 30.08.2006
gibt es hier schon mehr als Lerchen

Kommentar am 14.08.2007
Pizzicato: Elsner am Rohr 13.05.2006 (! Anm. d. Red.) | 00:00 | (Die Presse) Gestern spätabends. Helfen Sie mir, flüsterte der Mann ins Telefon, heiser, gehetzt. - "Nur Ruhe, lieber Herr! Wer spricht denn? - Elsner. Elsner mein Name. Es bleibt sicher unter uns?? - "Gewiss. Was darf ich tun für Sie? - Retten Sie mich. Die Autos wollte doch SIE . . . - Ha? - Ja, SIE hat sich die Langversion eingebildet! - Die zwei neuen Mercedes für Sie und die 2. Frau? - Ja. Die SPÖ-Bagage gönnt mir nicht einmal das mehr! - Wegen 354.000 Euro? - Neidig sind s'. Aus'm Penthaus wollten s' mi' delogieren, sind aber abgeblitzt. - Suuper! - Beim Golf schauen schon die Spezln weg. Falsche Fuffz'ger. - Ja, Undank ist --- - Ja. Aber meine Rache war süß. - Wie dies? - Bin aus der SPÖ ausgetreten. - Weiß ich. - Jetzt jammern s'. Meine Parteisteuer war kein Lercherlschas. - Das glaube ich aufs Wort. - Ich will mit diesen Prolo-Hyänen nix mehr zu tun haben. - Wie wär's mit einem Gastkommentar? - Nein. Mein neuer Image-Berater sagt --- - Ja, was meint er? - Eine "Presse"-Kolumne, meint er: "Ehrlich währt am längsten." Oder so an Schmus halt. - Wir zahlen aber schlecht! - Zahlen brauchen Sie gar nix. Geld hab' ich mehr als Sie.
hws
pizzicato@diepresse.com

Kommentar am 01.05.2008
das lercherl hier... ist wohl das schimpfwort für jude, das mit dem schaß vereinigt wurde.

Kommentar am 04.02.2016
Ich kenne das Wort im Sinne des deutlichen Abwertens einer Situation oder auch einer Sache! Also genau so, wie es die erfassende Person gemeint hat bzw. im pzzicato zum Ausdruck kommt. Dieser allgegenwärtige Verdacht auf Antisemitismus scheint mir absurd! Falls "Lercherl" tatsächlich jemals genau und ausschließlich in dieser Richtung verwendet wurde, so weiß das heute wohl kaum mehr jemand. Ich würde "Lercherlschaß" eher gleichsetzen mit dem Begriff, den ich in Reutte (Tirol) einmal zufällig auffing, als Einheimische über eine Sache diskutierten: "Schneckerlscheiße", wobei ja hoffentlich "Schneckerl" außerhalb jeden Verdachts steht! Umsomehr, als ich das Wort hörte, war dieser Fußballer, der später den Spitznamen trug, noch kein Thema!

Kommentar am 04.02.2016
Nicht im Traum wäre ich auf eine antisemitische Konotation gekommen. Den Diminutiv für den ohnehin kleinen Vogel finde ich poetisch-zärtlich.

Kommentar am 04.02.2016
Wie man auf die Idee kommt, Lercherlschas sei ein Schimpfwort für Menschen semitischer Abstammung, ist völlig unerfindlich.

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Lercherlschas






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.