Österreichisches Wörterbuch

Kramuri , die

Krimskrams, Kram, Gerümpel


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 20.04.2005

Bekanntheit: 79%

Beurteilung: 70 | 5

Kommentar am 21.12.2009
Mir ist die Aussprache "KramurE" geläufiger, gefühls- und gebrauchsmäßig bei mir auch ein Neutrum.

Kommentar am 21.12.2009
eh gloa: Gramuurä! Endlos könnte man hier über Dehnung und Schärfung diskutieren, sowie über die korrekte Vokalisierung. Als ´schriftsprachliche´ Artikulation ersscheint mir die hier vorliegende akzeptabel - die mündliche Wiedergabe ist, glaub´ ich, nicht zu verschriftlichen.

Kommentar am 21.12.2009
Diese Ossis! Da verwenden sie doch glatt Ösi-Wörter im Ost-Erzgebirge:
[http://www.kramuri.de/]
"Homepage der Firma Kramuri - Copyright © 2002 - 2004 Kramuri |Geschenke-Andenken-Confiserie-Tee-Wein|"
Oder aus dem Fichtelgebirge (na, ja, die dort waren mit Glück grad noch politische Wessis): "Kramuri - Handgefertigte Glasperlen..." www.perLestroika.de

Kommentar am 29.04.2011
ich kenne eben die Aussprache Grawuri oder Krawuri deshalb habe ich die Variante mit W auch eingetragen. Typisches zusammengesetztes Wort meiner Mutter war die GRAWURI-LAD(E)

Kommentar am 04.06.2015
Ich kenne auch praktisch nur "das Kramuri", eventuell habe ich noch "der Kramuri" gehört (Wien und NÖ). Kramuri ist eher liebevoll und weniger abwertend als Graffe(zeig).

Kommentar am 04.06.2015
Das Zusammenführen gleicher und ähnlicher Einträge, das vor der Neugestaltung einigen sog. „Moderatoren“ möglich war, ist bedauerlicherweise nur in geringem Ausmaß geschehen, und so haben wir: Kramuri Apr.2005 Kramuri Jun.2005 kramure Nov. 2005 Grawuri, Krawuri, Kramuri : Aug. 2007 Aber da gibt’s auch ein sprachliches „Zusammenführen“: Neben den „Kramuris“ gibt’s ja auch ein Ramasuri (Aug. 2006), Remasuri (Nov. 2006) und vermutlich in Anlehnung daran entstand so in der Steiermark und in Kärnten als Streckform von Kramuri dann Kramasuri (Aug.2006), Gramasuri (Okt.2005), s. Robert Engele und Christian Penz, “Kramasuri. Das umfassende Handbuch des Steirerwissens“, Styria, Graz 2007

Kommentar am 04.06.2015
mir ist DAS Kramasuri geläufig

Kommentar am 04.06.2015
Kenn ich mit den angegebenen Bedeutungen: geb. Wien 1940

Kommentar am 05.06.2015
Alles, was wir Kinder liegengelassen hatten, was aufzuräumen war, unordentlicher Kleinkram ... war Kramuri (das!)

Kommentar am 06.06.2015
Wer hat's gewusst? "Herkunft: aus Kram und der rumänischen Pluralendung -uri"

[http://www.duden.de/rechtschreibung/Kramuri]
DUDEN


Kommentar am 07.06.2015
Der Kramuri, bestenfalls noch das (vergl. das Graffel), ich kenn aber nur der, die ist mir gänzlich fremd!

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Kramuri






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.