Österreichisches Wörterbuch

Beistrich , der

Komma


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 23.05.2005

Bekanntheit: 99.1667%

Beurteilung: 73 | 0

Kommentar am 28.08.2007
@amalia Ich habe leider auch zu spät gesehen, dass das Wort schon existiert und sogar im Buch steht. Vielleicht verlegst du deinen guten Kommentar ebenfalls zu diesem Wort?

Kommentar am 28.08.2007
Auch in Österreich hört man 'Komma' statt 'Beistrich' eigentlich nur in Diktaten, in der EDV-Fachsprache ("die Parameter müssen durch Kommata getrennt sein") und natürlich als Dezimalzeichen in Zahlenangaben ("vier komma fünfundsiebzig"). Sonst heißt es standardmäßig praktisch immer 'Beistrich'.

Kommentar am 28.08.2007
sorry, hat es beim ERSTELLEN nicht angezeigt, hab meins eliminiert :-)) [http://de.wikipedia.org/wiki/Komma] [ von Amalia am 2007-08-27 21:45:48 BEARBEITEN ] Philipp von Zesen deutschte den Begriff Komma mit Beistrich ein. Diese Form ist in Deutschland und in der Schweiz zum Teil völlig unbekannt und kaum in Verwendung, während sie in Österreich sehr gebräuchlich ist.

Kommentar am 14.03.2016
Ist es nicht so, dass man in Ö den Begriff "Komma" in der Mathematik und "Beistrich" in der Sprache verwendet?

Kommentar am 22.05.2016
Das Nomen "Beistrich" ist Standard in at und de, aber besonders in at. Das Nomen "Komma" ist Standard in ch und de. In ch fast nur "Komma".

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Beistrich






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.