Österreichisches Wörterbuch

Leiberl , das

T-Shirt


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 30.05.2005

Bekanntheit: 88%

Beurteilung: 58 | 1

Kommentar am 15.10.2007
Beispiel: Wer bekommt EM-Leiberl? [Die Presse 28.5.2007]

Kommentar am 15.10.2007
Gerade im verwendeten Beispiel zeigt sich, dass die Übersetzung zwar stimmt, "Leiberl" aber über T-Shirt hinaus gehen kann. Hier ist ja auch das mitmachen-Dürfen ausgedrückt.

Kommentar am 16.09.2015
Leiberl (Laiberl) ist auch der kleine Laib. Untrzeihleiberl, Turnleiberl ... Leiberl ist nicht gleich Laberl! Fleischlaberl ... I werd a Laberl = Ich verliere gleich die Fassung. Da reißt du kein Leiberl = Da kannst du machen, was du willst, es wird dir nicht gelingen. Die Bedeutung von Leiberl geht also weit über T-Shirt hinaus.

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Leiberl






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.