Österreichisches Wörterbuch

Kittel , der

Rock


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Kleidung

Erstellt am: 31.05.2005

Bekanntheit: 88%

Beurteilung: 64 | 5

Kommentar am 13.03.2009
Kittel (2) , Ü: "Rock" Übersetzung sollte lauten "Frauenrock", da nur diese Verwendung des Wortes in D nicht mehr verbreitet ist (Arztkittel, Malerkittel, Arbeitskittel) .
Der Kittel war ein baumwollenes (vgl. Kattun) oder auch hanfenes Gewand für Mann oder Frau für Ober-, Unterkörper oder den ganzen Leib.
"Rock" als Herren-Sacco ist es aber sicherlich NICHT!
Auch der Plural auf -n ist in Ö bestimmt NICHT allgemein üblich!

Kommentar am 24.08.2013
Bitte KORREKTUR! "Rock" ist zu allgemein, nur "Frauenrock" Als Rock = "Jackett" ist der Kittel zwar süddeutsch, aber nicht österreichisch, s. auch Duden zu "Kittel":
1.)mantelartiges Kleidungsstück aus leichtem Stoff, das zum Schutz oder aus hygienischen Gründen während der Arbeit getragen wird
2.) weite, hemdartige Bluse, die über Rock oder Hose getragen wird
3.) (süddeutsch) Jackett
4.) (österreichisch veraltend) Damenrock


Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Kittel






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.