Österreichisches Wörterbuch

Omeletten

Pfannkuchen


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 24.12.2006

Bekanntheit: 45%

Beurteilung: 4 | 0

Kommentar am 25.12.2006
Vur-sicht! Omelette gibt's "überall". In Mittel- und Ostösterreich weiblich, im Westen sächlich, wie auch in Deutschland. Regionale Zubereitungsunterschiede (nur Eier + z.B. Champignons; oder Eier, Mehl u. Milch) machen die Abgrenzung von Omelette, Pfannkuchen und Eierkuchen (neue Bundesländer) schwierig.

Kommentar am 29.12.2006
Ein Omelette wie es international verstanden wird, besteht aus verschlagenen Eiern pur und dann werden z.B. Champignons darin eingeschlagen.
Wenn der Wiener eine Omelette isst, dann ist er eine Palatschinke, meistens dann nicht mit Marmelade sondern wie es bei uns üblich war mit der Düren und Zwiebel rein geschnitten und Salat dazu.


Kommentar am 29.12.2006
Also nach meinem Verständnis ist die Palatschinke aus einem dünnen Teig, dessen Zutaten - welche auch immer - mitsammen versprudelt werden und in die heiße Pfanne eingegossen werden, wo sie zu einer dünnen Flade verrinnen.
Hingegen werden bei der Omelette Dotter und Klar des Eies separat geschlagen und der "Schnee" erst zulezt der Masse vorsichtig untergehoben, was eine schaumigere, dickere Masse ergibt, weswegen eine Omelette ein biskuitartiges Erscheinungsbild aufweist.
PS.: Dass zwischen dem von mir gesagten und dem meiner Vorkommentatoren ein Widerspruch besteht, ist nicht weiter von Bedeutung. Das eine widerspricht dem anderen, trotzdem sind die zuvor gesagten Rezepte, Nuancen und Gepflogenheiten richtig!

Kommentar am 25.09.2007
muss nicht zwingend... ...separat versprudelt sein. jedenfalls gehört in ein omelette etwas eingeschlagen/gefüllt, da es sonst nur eine "ordinäre" eierspeis wäre.

Kommentar am 13.10.2009
also meine grossmutter sagte immer omeletten und meinte palatschinken. ich denke das wurde irgendwann einfach falsch interpretiert und in den sprachgebrauch übernommen. ist ja im volksmund öfter der fall,

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Omeletten






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Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
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Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.