Österreichisches Wörterbuch

Tschompe

Kartoffel


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 12.02.2007

Bekanntheit: 3.39623%

Beurteilung: 4 | 2

Kommentar am 12.02.2007
Herkunft: slowenisch-mundartlich "compe"

Kommentar am 12.08.2011
Das Wort Tschompe ... ... ist eines der 10 Kärntner Wörter für "Erdäpfel" bzw. "Kartoffel"; es kommt nur im unteren Gailtal und in der Gegend Bleiberg-Kreuth vor. Es stammt aus der slowenischen Mundart (Gailtaler Dialekt/Ziljsko narečje) und lautet dort čompe (auch čampe), vgl. in meinem Buch H.D. Pohl, Die Sprache der Kärntner Küche (Klagenfurt 2004) S. 64f. - Ein "Austriazismus" ist das Wort sicher nicht.

Kommentar am 09.09.2011
Die 10 Bezeichnungen Hier die 10 Bezeichnungen:
Erdäpfel [Ertepfl usw.],
Erdbirne [Erpirn usw.],
Fletzbirne (Fletz aus mhd. vletze ‘Boden’),
Rübe [rúabe],
Erdrübe [ärtruabm],
Grundbirne [khrumpir(n), g-], woraus auch slowenisch krompir,
Tschompe (aus slowenisch-mundartlich čompe),
G(g)umpen [kumpm], (vielleicht entstellt aus Grundbirne),
Perkel, (=Perkel, -gg- eigentlich ‘kleines Ding, Holzbir­ne’),
Kartoffel (aus der Hochsprache).

Mehr Informationen hier:
[http://wwwg.uni-klu.ac.at//spw/oenf/WoerterbuchNeuDateien/Kartoffel.htm]


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Tschompe






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.