Österreichisches Wörterbuch

Geldbörse , die

Portmonee, Geldtasche


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 06.04.2007

Bekanntheit: 82%

Beurteilung: 38 | 2

Kommentar am 09.04.2007
hoppala! Dieses Wort findet tatsächlich auch anderswo Verwendung, also ist es (leider) kein österreichisches Wort!

Kommentar am 22.04.2007
Vielleicht nicht endemisch ... aber m. E. schon eher für Österreich typisch. Nördlich des Weißwurstäquators sagt man fast nur "Portemonnaie" (und südlich auch immer öfter). Und statt "für jede Geldbörse" heißt es anderswo meist "für jeden Geldbeutel". Also bin ich für Drinnenlassen.

Kommentar am 22.04.2007
Abwarten Ich bin der Meinung, dass hier die Quantität der Beurteilungen entscheiden sollte.
Oft ist es doch so, dass man als Einzelner Ausdrücke nur durchs Aufschnappen aus dem sprachgebräuchlichen "Ausland" kennt, und deshalb meint, dieser Ausdruck sei für die eigene Umgebung normal.
Mir geht es zB mit dem Ausdruck "Treapm" oder "netta" so.

Kommentar am 25.04.2007
Selbstverständlich warte ich ab! Der von mir hier hinzugefügte Senf war völlig subjektiv gemeint und sollte in keiner Weise den Ausgang der Gesamtbeurteilung beeinflussen. Außerdem bin ich hier sowieso zu nicht mehr autorisiert.

Was ich allerdings schon glaube (jedoch nichts mit dem vorliegenden Wort zu tun haben muss): manche Wörter treten auch von Österreich aus ihren Weg Richtung Allgemeindeutsch an, da offenkundig nicht nur deutsche Fernsehserien prägend wirken können, sondern auch z. B. unvergessliche Urlaube in Ösistan. Solche Wörter würde ich dann trotzdem auch weiterhin als österreichisch einstufen.

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Geldbörse






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.