Österreichisches Wörterbuch

Haftelmacher , der

Erzeuger von Hafteln


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Veraltet, Historisch

Erstellt am: 08.06.2005

Bekanntheit: 82%

Beurteilung: 57 | 2

Kommentar am 18.07.2005
ergänzende Erläuterung Hafteln sind Heftklammern

Herkunft am 28.04.2006
Hafteln sind jene gebogenen Drahtgebilde (Öse und Haken), die v.a. zum schließen von Kleidungsstücken verwendet werden (bei Dirndln und Miedern). Heute wird "Haftelmacher" nur mehr in Zusammenhang: "...aufpassen wie ein Haftelmacher" verwendet, weil die Erzeugung offenbar sehr große Genauigkeit erforderte.

Kommentar am 20.07.2011
Kurze Berufserklärung des ehem. Haftelmachers Das Haftel, ist eine Schließe der frühen Bekleidung zum Zusammenhalten eines Umhangs oder eines anderen Kleidungsstücks. Es ist ein Haken, der meist in eine kleine Öse als Gegenstück einrastet. Das Halftel ist im 14. Jahrhundert durch Knopf und Knopfloch abgelöst worden, Die Haftel waren so winzig, dass der Hersteller dieser Häkchen, der Haftelmacher, bei seiner Arbeit besonders gut aufpassen musste. Quelle: Wikipedia (gekürzt)

Kommentar am 19.10.2011
sehr genauer - exakt arbeitender Mensch Mir entgeht nichts - ich pass' auf wie ein Haftelmacher.

Kommentar am 13.03.2018
Der Haftelmacher musste bei der Herstellung der sehr kleinen Haken und Ösen sehr genau und präzise arbeiten - daher kommt auch das heute noch bekannte Sprichwort.

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Haftelmacher






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.