Österreichisches Wörterbuch

Türstock , der, -(e)s, ..stöcke

Türrahmen


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 07.06.2007

Bekanntheit: 79%

Beurteilung: 50 | 3

Kommentar am 15.04.2010
Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, in Österreich jedenfalls besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen Türstock und Türrahmen:
Der Türstock ist Gebäudebestandteil und mit dem Mauerwerk fest verbunden.
Der Türrahmen ist Bestandteil des Türblattes und umrahmt die Türfüllung!

Gleiches habe ich bereits beim Fensterrahmen angemerkt. Vielleicht ist man aber in Deutschland nicht so penibel und vermengt derart unterschiedliche Begriffe?

Kommentar am 16.04.2010
Da ich mir beim Fensterstock Fensterstock
ordentlich die Zähne ausgebissen habe, verkneife ich mir hier meinen Kommentar,
allerdings mit der Anmerkung, dass hüben wie drüben schon gewaltige nomenklatorische Unterschiede herrschen.
In Österreich ist halt der ´Stock´ schlechthin das Maß aller Dinge, wohingegen in D da verschiedene Konsruktionen üblich sind: Block, Zarge, Rahmen, etc., was dann natürlich auch zu sprachlichen Verwerfungen führt.

Kommentar am 24.05.2015
Türstock ist im allgemeinen Gebrauch

Kommentar am 22.05.2016
Standard in at: der Türstock Gemeindeutsch: der Türrahmen, die Türzarge, die Türeinfassung Standard in ch: die Türzarge

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Türstock






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.