Österreichisches Wörterbuch

dögeln

jemanden verdreschen/zusammenschlagen


Erstellt am: 21.06.2005

Bekanntheit: 38%

Beurteilung: 5 | 0

Kommentar am 17.07.2010
Zu Unrecht nicht beachtet, Dass es das in der Steiermark nicht geben soll? Wirtshausraufereien gibt es auch dort auf jeden Fall...

Kommentar am 28.08.2014
* «SKIP: Ist der Brenner eher Philip Marlowe oder Bruce Willis? Josef Hader: Eher Marlowe. Ich werd viel gedögelt im Film, was ich in den Action-Szenen wirklich können muss, ist fallen. Ich bin total unsportlich, aber fallen kann ich generell gut. » Interview: Julia Pühringer / April 2014[http://www.skip.at/interview/1551/] * « Viele dieser Hunde sind dann nicht erzogen oder werden gedögelt. Und das kommt dann raus?!? Jeder Hund kann zubeissen, das liegt in seiner Natur. »parents.at/forum/showthread.php?t=411540 * «die "fairness regeln" dürften aber in nö anders ausgelegt werden, denn dort wurde vor einiger zeit meine kleine nichte bei der bushaltestelle von einer partie türken und innen so gedögelt, dass sie eine nacht im spital verbringen musste. » (Mirstetta Toni 7.8.2009, 17:23 derstandard.at ) Das Wort gibt's allerdings auch in der nicht lenisierten Variante: tögeln Oh, dieser reiche Wortschatz! * Christoph Winder: «Wir brauchen eine EU-Watschenrichtlinie [...] Der Brüsseler Bürokratie, die sich doch sonst in alles und jedes einmengt, scheint es egal zu sein, dass in Europa in einem gesetzlich unzureichend geregelten Raum getögelt wird. » (derStandard.at 28.6.2013) * «Historiker über Heimskandal: "Erst getögelt, dann vergewaltigt." Der Sozialhistoriker Reinhard Sieder über das Gewalt¬regime in Wiener Heimen und die Folgen. » (Kurier.at 12.07.2012)[http://tinyurl.com/ntmmdzb] Dankbar nehme ich übrigens zur Kenntnis, dass der Titel-Redakteur des Kurier-Interviews sich das Reimen verkniffen hat.

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

dögeln






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.