Österreichisches Wörterbuch

Rotzpippe , die

schlimmer Junge


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 25.04.2006

Bekanntheit: 88.8%

Beurteilung: 21 | 6

Kommentar am 28.11.2009
siehe Rotzpippen mit besser Übersetzung

Kommentar am 11.06.2017
Weibliche Rotzpipn gibt's ned? Frage ich als Vater von zwei Töchtern....

Kommentar am 12.06.2017
2006, als es die "Suche"-Funktion noch nicht gab, kam das ungustiöse Wort gleich 4 x; eins kam dann 4 Jahre drauf dazu; immerhin ist's nun für 3 Nutzer "tschendergerecht" auch für die Töchter: Rotzpippe „schlimmer Junge“ von: Russi [Admin] Apr.2006 Rotzpipn - „freches Kind“ von: oali Jun.2006 Rotzpippen - „unartiges Kind“ von: uhunochmwoidbrand Jul.2006 Rotzpippn - „schlimmer Junge.“ von: Ginge Nov.2006 Rotzpipe -„vorlautes Kind“ von: EddieEwing Mar.2010 .

Kommentar am 16.07.2018
Die Einträge von 5 verschiedenen Formen des Wortes sind bereits vorgefunden worden, doch es ist noch Luft nach oben: Originell ist da die noch nicht eingetragene, aber im Netz mehrfach vorzufindende und eher piefkinesisch wirkende Schreibung Rotzpiepe mit -ie- , das hier ja keinerlei Zwielaut-Aussprache meint, sondern wohl eine offizielle Schreibung zu präsentieren glaubt:]

Rotzpiepe, die (Untertilliach) Schimpfwort für ein kleines, freches Kind, das unter der Nase noch nicht ganz "trocken" ist, d. h. sich noch nicht selbst schnäuzen kann
Nationalpark Hohe Tauern, Dialektplattform:https://tinyurl.com/yd6w6bfw
Na, so weit kommt's noch, dass man sich nicht mal mehr bei 2, 3 Rotzpiepen einmischen soll....
derStandard.at v. 22.10.2008, Posting:https://tinyurl.com/yaug5pgd
Am Abend haben ein paar Rotzpiepen, als Monster verkleidet an meiner Tür geläutet – es ist dieser heidnische Brauch – Halloween.[/quoteUnd über Peter Pan im Wiener Theater der Jugend: [quote: Online Merker:https://tinyurl.com/y76d34nr]da steht er vielmehr als ziemlich erwachsene Rotzpiepe, auf der Bühne, im Military Look und mit Dschungel-Tarn-Bemalung sowie verklebten Rastazöpfen
Matla Misthaufenblog:https://www.matla.at/tag/rotzpiepen/


Kommentar am 16.07.2018
Diese Schriftsprachenimitations–"piepe" hat man in Villach aber wieder mit unserem umgangssprachlichen –n der weiblichen Hauptwörter auf –e (a Gassn, a Wiesn, a Geign, a Birkn ...) ausgestattet (das ja bei 3 von den 5 vorhandene Einträgen dran ist):
Rotzpiep`n Freches Kind(Erwachsener)
Villacher.net:https://tinyurl.com/y776vpfo
Dieses -n bei weiblichen Hauptwörtern, das nach b und p zu gesprochenem [m] wird (was vielen dann arge Verständnisprobleme bereitet, vgl. Scherben : "Scherm"), findet sich auch in der „Rotzbip’m". So nämlich steht der " Lausbub“ im „Igl“ (Ausgabe Nr. 11, Dez. 2009), dem Online-Magazin des Innsbrucker Stadtteils Igls oben im Mittelgebirge, wobei wirklich paradox ist, dass ausgerechnet Südbairisch redende Tiroler die oberdeutsche "Anlautverhärtung" (b- > p-, d- > t-) im Schriftbild wieder umzukehren bemüht sind.

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Rotzpippe






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.