Österreichisches Wörterbuch

Gizzi , der

Zorn


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Gemütszustände, Befindlichkeiten

Erstellt am: 05.07.2006

Bekanntheit: 33%

Beurteilung: 14 | 0

Kommentar am 28.07.2008
gutes Wort! einen Gizi auf NN haben

Kommentar am 10.12.2009
vgl. Diskussion auf "Winders Wörterbuch" [http://derstandard.at/2281522/Gizi?_lexikaGroup=7] S. Enfspender, 20. Dezember 2005, 18:50:06: Gizzi Gemäß dem Buch "Sprechen Sie Wienerisch?" von Peter Wehle bedeutet "Gizzi" Zorn und kommt vom italienischen "guizzare" = zappeln, zucken.

Gizzi Zorn; ital. gizzarre = zappel, zucken
Peter Wehle, Sprechen Sie Wenerisch? (1980 ):http://tinyurl.com/z484rwq
GIZI/GITZI, der; Subst. Region: bes. OÖ | B:Zorn, Pick; W: Gitzi | Kommt vor allem in der Redewendung einen Gitzi auf jemanden haben vor, was so viel bedeutet wie einen Pick, einen Grant, Zorn auf jemanden haben
Rudolf Muhr, Die Herzenswörter der Österreicher (2015)
Aus Vorarlberg (ypsi, 22.12.2005 01:12): " `vörgizzla´ - verzweifeln, auf eher wütend-resignierte art" s.a. Eintrag Gitzigogl

Herkunft am 15.02.2017
ital. "guizzare" = "zucken"

Kommentar am 02.03.2017
auf jemanden einen Zorn haben

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Gizzi






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.