Österreichisches Wörterbuch

Gitzigogl, der

Zornbinkel, der


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 17.01.2007

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 0

Kommentar am 28.08.2014
Erst am nächsten Tag nach diesem Eintrag fand der "Zornbinkel" der deutschen "Übersetzung" Aufnahme in dieses Ö-D-Wörterbuch, s. s. Zornbinkerl Duden hingegen wusste es schon lange: "Zornbinkel: Zorn|bin|kel, der (österr. ugs.): jähzorniger Mensch. "

Kommentar am 28.08.2014
Das einzige ähnlich Klingende oder Aussehende, das ich dazu entdeckt habe, war ein Gitzgagel und ein Gitzigagel in einem „Schweizerischen Idiotikon”:

Ämme(n)talergagel, vergag(e)leⁿ, Gagleⁿ, Gagleteⁿ, Gämsigagel, G(e)gagel -ä-, Geissgagel, Gitzgagel, Gitzigagel, Hundsgagel, Chatze(n)gagel, Mǖsgagel, Rossgagel, Schāf(f)gagel, gāgeⁿ II, Gagel II, gag(e)leⁿ II"
Schweizerisches Idiotikon, Bd. 2, Sp 139f:https://tinyurl.com/y97f4s2q
Allerdings: Gageln seien zumeist rundlich, und „gagel” sei mit „kacken” verwandt, steht da - nichts von Zorn. s. aber auch die Einträge Gizi und Gizzi

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Gitzigogl, der






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.