Österreichisches Wörterbuch

Heia , die

Bett


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 01.10.2006

Bekanntheit: 80%

Beurteilung: 68 | 13

Kommentar am 01.10.2006
Redewendung: Ab in die Heia!

Kommentar am 14.01.2007
Bin nicht sicher: [http://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/heia.html:] Bett; "inne Heia gehn" - schlafen

Kommentar am 07.05.2007
@klaser: wird schon stimmen!
"inne Poofe gehn" sagen sie aber dort auch, und "Nachet Mittachessen geh ich mit meine Olle immer ersma ne Runde knacken."
Ist wahrscheinlich aus dem Griechischen:
heude, mu paidion = schlafe, mein Kindlein!
siehe
heitschibum

Kommentar am 08.05.2007
2 Anbringungen 1) Die Herleitung aus dem Griechischen ist genial!!!

2) Das Wort Heia habe ich aus D einmal als Schlagerzeile gehört: Jeden Abend geht die Mimi in die Heia um halb zehn (Titel muss wohl nicht genannt werden, das kennen alle >= 45 und die anderen interessiert's eh nicht).

Kommentar am 08.05.2007
Interpret: Bill Ramsey Ohne Krimi Geht Die Mimmi Nie Ins Bett
...
Ohne Krimi tuts die Mimmi leider nicht, und es brennt
die ganze Nacht das Licht.

Jeden Abend geht die Mimmi in die Heia um Halb Zehn,
aber niemals ohne vorher an den Bücherschrank zu gehn.
Keinen Goethe, keinen Schiller holt sie aus dem Schrank heraus,
Nein, einen superharten Thriller sucht sich Mimmi aus.

Außerdem vom gleichen Interpreten:
Pigalle
Zuckerpuppe Aus Der Bauchtanzgruppe

Kommentar am 09.05.2007
Ramsey Also interessiert es anscheinend doch! Allerdings weiß ich jetzt noch immer nicht: ist Heia jetzt österreichisch oder nicht?


Kommentar am 10.05.2007
so österreichischsch wie: Palatschinken - Placenta
Schnitzel - bistecco milanese (o.A.)
Melange - ...
Gulasch - pörkelt
Brimsen - brînza

Kommentar am 26.06.2017
(Heia) schlafen gehen, aber nicht Bett

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Heia






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.