Österreichisches Wörterbuch

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Schiefer , der: eingezogener Holzsplitter

schiengeln : schielen

schiffen : 1. urinieren 2. stark regnen

Schifferl versenken : Schiffe versenken

Schilling , der: historische österreichische Währung

Schimpel , der: Schimmelpilz

schimplert : schimmelig

Schinakel : kleines Boot

Schinkenfleckerl , die: Schinkennudeln

Schlagerl , das: Schlaganfall

Schla̲gobers : Schlagsahne

Schlampertatsch : schlampige Person

Schlatz , der: Schleim

schlatzen : spucken

Schlawiner , der: Gauner

Schlawinerin : Gegenstück weibl. zum Schlawiner

Schlecker , der: Lutscher

schlẹckerpatzl! : ätsch!

Schle͟ich , der: Schleichhandel, Schwarzmarkt

schle͟ichen, sich : verschwinden, sich entfernen

schleißig : schäbig, abgenützt

Schmachtfetzen , der: Liebesfilm

Schmafu̲ : Unsinn, Blödsinn

schmafu̲ : schäbig, verächtlich

Schmä̲h , der: 1. Trick, Finte 2. kleine Lüge, Flunkerei 3. Witz, Scherz, Spruch * Schmä̲h führen: Sprüche klopfen; andere mit Witzen unterhalten

Schmä̲hführer , der: jmd. der einen Schmäh nach dem anderen los lässt bzw. jmd. der Wahrheit und Dichtung vermischt

schmä̲hhalber : nur aus Spaß

schmä̲hohne : ganz im Ernst

schmä̲hstad : erstaunt, sprachlos, verblüfft

schmä̲htandeln : Sprüche klopfen; Unwahrheit erzählen

Schmä̲htandler , der: Aufschneider; Schwindler

Schmạrren, Schmạrrn , der: 1. Unsinn; dummes Zeug; 2. ein Gericht bei dem die Ausgangsmasse in grobe Stücke zerteilt und vermischt wird

Schmatzer , der: Bussi; Kuss

schnạckeln : ein schnalzendes Geräusch machen

Schnạckerl : Schluckauf * Schnạckerlstossen: Schluckauf

Schnạckerl- : Bestimmungswort von Komposita in der Bedeutung klein, lächerlich * Schnạckerlbahn: Kleinbahn * Schnạckerlbetrieb: kleiner, unbedeutender Betrieb * Schnạckerlbude: minderwertige Firma oder Laden * Schnạckerlfirma: kleine Firma ohne großen Namen * Schnạckerlzug: langsamer, unmoderner Zug

Schnạckler , der: 1. Schluckauf 2. Schnalzer mit den Fingern 3. Herzinfarkt

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.