Österreichisches Wörterbuch

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Fiso̲le , die: grüne Bohne * Fiso̲lengulasch: Brechbohnengulasch, Grüne-Bohnen-Topf * Fiso̲lensalat: (grüner) Bohnensalat

Fisolen , die: grüne Bohnen

Flachse , die: Sehne

flachsig : sehnig, zäh

Fladerer , der: Dieb

fla̲dern : klauen; stehlen

flauchen : stehlen

Flẹck , der: 1. tausend (Schilling, Euro) 2. Note nicht genügend, schlechteste Note in Österreich 3. Blättermagen der Kuh, wird für die Flecksuppe oder panierte Fleck verwendet 4. Brieftasche (z.B. von Kellnern, Taxifahrern, ...) 5. flaches Süßgebäck (Blechkuchen) in unterschiedlichen Varianten, z.B. Osterfleck, Zwetschkenfleck, Marillenfleck

Fleckerl , das: quadratische Nudelform, oft verwendet bei Krautfleckerln oder Wurstfleckerln

Fleckerlteppich , der: Fläche aus unterschiedlichen Materialien, sowohl für Heimtextilien wie auch für unterschiedliche Straßenbeläge verwendet

Fleischhauer , der: Metzger

Fle͟ischkas, Fle͟ischkäse , der: Leberkäse

Fle͟ischlaibchen, Fle͟ischlaberl , das: Frikadelle

Fleischmaschine , die: Fleischwolf

Fli͟egenkleschen , die: Fliegenklatsche

Fli͟egenpracker , der: Fliegenklatsche

Flinserl , das: kleiner Ohrstecker

Flitscherl , das: leichtlebige Frau

Fluchtachterl , das: letztes Glas Wein vor dem Aufbruch

Flügerl , das: Getränk aus Red Bull und Vodka

Flugrettung, die : Kf. für Flugrettungshubschrauber, Notarzthubschrauber

Flugzettelverteilung , die: Verteilung von Flugblättern

flutschen : funktionieren

Fogosch , der: Zander

Folgetonhorn, das : Martinshorn, das

Folienerdapfel : Folienkartoffel

foppen : jemanden zum Besten halten

Fotz , der: Mund

Fọtz ziehen : beleidigt dreinschauen; Bsp: Ziag net so an Fotz.

Fotze , die: 1. Ohrfeige 2. Mund

fotzen : schlagen, eine Ohrfeige geben

Fotzenhobel , der: Mundharmonika

Fọtzhobel , der: Mundharmonika

Fraisen, Freisen : Krämpfe

Frạnkfurter (Würstel) [meist Plural], das: Wiener Würstchen

fransen :

frạtscheln : intensiv ausfragen

Fratz , der: schlimmes oder ungezogenes Kind

Frauenkäfer , der: Marienkäfer

Frauerl , das: Hundebesitzerin

Fridatte , die: Pfannkuchenstreifen, Suppeneinlage

Friedhofsjodler : Husten

Fri̲ssling , der: jmd. der sehr viel isst

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.