Österreichisches Wörterbuch

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Gigerer , der: 1. Pferdefleischhauer 2. Pferd

Gigl und Gogl : Hinz und Kunz; jeder; jedermann

Gitsch , die: unverheiratete Frau

Gitschen : Mädchen

Gịzzi , der: Zorn

Glassturz , der, -es, ...stürze: Glasglocke

gleichschauen : ähnlich aussehen

Glumpert , das: Unrat; unnütze Dinge

gluren : starr blicken

Gluren , die: Augen

gnädig hom : es eilig haben

gneißen : verstehen, kapieren

Gö̲d , der: Pate

Go̲den : Patin

Go̲denkind , das, -es, -er: Patenkind

Goder , der: Doppelkinn

Goderl , das: Leichtes Doppelkinn

goderlkratzen : schmeicheln

gọderln : schmeicheln

Go̲dl : Patin

Gogerln , die: Hoden

Goschen , die: Fresse

Goscherl , das: Mund; Mäulchen

goschert : vorlaut

Gọ̈ssermuskel , der: Bierbauch

Graffel , das: Gerümpel

Grammeln : Speckgrieben

Grammelschmalz , das: Griebenschmalz; auch als Brotaufstrich beliebt

Grantscherben , der: ewig schlecht gelaunter Mensch

Grantscherm , der: schlecht gelaunter Mensch

Grätzel , das: Teil eines Wohnbezirkes, Häuserblockes

grauslich : grausig, grauenvoll, ekelig, abstossend, furchteinflössend, fürchterlich

grawutisch : wütend, fuchtig

Gred , das: gemauert Umfriedung eines Hauses

Greißler , der: Krämer

Grenadi͟ermarsch , der: ein Gericht, meist zur Resteverwertung, aus Kartoffeln, Fleisch und Teigwaren

Grenzgendarmerie, die : Bundesgrenzschutz, der

griawig : nett, lieb, lustig

Grieskoch , das: Griesbrei

Gri͟eßkoch , das: Grießbrei

Grießnockerlsuppe , die: Grießklöschensuppe

grindig : 1. minderwertig 2. schmutzig; dreckig 3. ekelhaft, unangenehm, hässlich

Groschen , der: historische österreichische Währung

großgoschert : angeberisch

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.