Österreichisches Wörterbuch

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Kittel , der: (Arbeits)mantel

Klacheln : 1. gespaltene, zerteilte Schweinsfüße 2. (klappernde) Schuhe

Klachelsuppe , die: Suppe aus Schweinefüßen

Klammerlmaschine , die: Tacker

Klammermaschine , die: Tacker

Klampfe , die: Gitarre

klauben : pflücken, sammeln

Klebeln : Finger

Kleiderhaken , der: Kleiderbügel

klẹschen : donnern, krachen

Klẹschen , die: 1. Möse; weibliches Geschlechtsteil 2. Ohrfeige

Klẹscher , der: Knall, meistens durch einen Zusammenstoß

Kletze , die: getrocknete Birne; Dörrbirne

kletzeln : mit den Fingernägeln herumkratzen

kliaben : (Holz) spalten

Klobasse , die: grobe, gewürzte Wurst; ähnlich der Bockwurst

Klomuschel , die: WC-Schale, Klosettschüssel

Klopfer , der: Dachschaden

Klosterneuburger Mostwaage (KMW) , die: Die Mostwaage gibt den im Traubenmost enthaltenen Zucker in Gewichtsprozenten an.

Klubobmann, -frau : Fraktionsvorsitzende(r)

Klumpert , das: Krimskams, unnützes Zeug

Klụppe, Klụpperl , die: Wäscheklammer

kneißen : kapieren, verstehen, durchschauen

Knödel , der: Kloß

Kno̲fel , der: Knoblauch * Kno̲felsuppe: Knoblauchsuppe

kno̲feln : nach Knoblauch riechen

Kno̲felspinat , der: Bärlauch

knotzen : hocken, lümmeln, kauern

Kolbenreiber , der: Kolbenfresser

kommod : bequem

Konsulẹnt , der, -en, -en: Konsultant

Konvikt , das: Schülerheim, Internat

Kọ̈pfler , der: 1. Kopfsprung 2. Kopfball

Körberlgeld , das, -[e]s, -er: zusätzlich, nebenbei verdientes Geld

Körndlbauer , der: Landwirt, der mehr Ackerbau als Viehzucht betreibt

Kracherl , das: (Orangen)Limonade

Kramuri , die: Krimskrams, Kram, Gerümpel

Krapfen , der: Berliner, Pfannkuchen

Kraut , das: Weißkohl

Krautfleckerl : trad. Teigwarengericht Österreich

krawụtisch : wütend, ungehalten, zornig

Kraxe , die: 1. Holzgestell zum Tragen von Lasten 2. altes Auto

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.